Berufsgenossenschaft: Fahrsicherheitstraining für Kraftfahrer

Wer beruflich viel mit einem Kraftfahrzeug unterwegs ist, der wird bereits einmal eine gefährliche Situation am Steuer erlebt haben. Von solchen Gefahrensituationen sind nicht nur Anfänger, sondern auch erfahrene Vielfahrer betroffen. Um Ihre Sicherheit auf dem Weg zur Arbeit und bei Dienstfahrten stets zu gewährleisten, bezuschussen Berufsgenossenschaften seit längerem zertifizierte Berufsgenossenschaft-Fahrsicherheitstrainings (BG-Fahrsicherheitstraining). Dies dient der Wegeunfallprävention. In diesen sowohl praktischen, als auch theoretischen Übungseinheiten, werden Sie über Gefahrensituationen aufgeklärt und absolvieren diverse Übungen, die Ihre Fahrsicherheit stärken. Dabei können Sie diese Übungskurse oftmals mit verschiedenen Fahrzeugklassen absolvieren – egal, ob eigener PKW oder Dienstwagen.

Wie Sie die Kostenübernahme für das Berufsgenossenschaft-Fahrsicherheitstraining beantragen

Bevor Sie ein Berufsgenossenschaft-Fahrsicherheitstraining beim ADAC buchen, sollten Sie sich bei Ihrem Arbeitgeber informieren, welcher Berufsgenossenschaft Ihre Firma angehört. Sofern Sie dies in Erfahrung gebracht haben, können Sie dort direkt anfragen, ob diese entsprechende Fahrsicherheitstrainings bezuschusst und wie hoch die Sonderkonditionen ausfallen werden. Doch selbst wenn Sie bereits wissen, dass Ihre Genossenschaft oder gar Unfallkasse die Kosten übernimmt, sollten Sie sich dennoch vor der Buchung über den Förderungsrahmen informieren. Regelmäßig ändern sich nämlich die Richtlinien und Förderbeträge und die Bezuschussung ist oftmals fristgebunden. Danach können Sie alle entsprechenden Zuschussanträge anfordern.

Ist alles geklärt, buchen Sie den Kurs und füllen nur noch ein Antragsformular für die Kostenübernahme aus. Dieses müssen Sie mit Ihrem Firmenstempel und der Unterschrift einer weisungsbefugten Person versehen lassen und vor Beginn des Trainings an uns schicken. Optional können Sie die Unterlagen direkt vor Trainingsbeginn abgeben, allerdings müssen diese immer vor Antritt des Trainings vorliegen. Eine nachträgliche Aushändigung ist nicht möglich.

Natürlich können gleich mehrere Mitarbeiter einer Firma an einem Berufsgenossenschaft-Fahrsicherheitstraining teilnehmen. Beachten Sie hier bitte die maximale Gruppengröße des Kurses. Des Weiteren bieten wir spezielle Fahrsicherheitstrainings für Firmen an, die zwar nicht zwangsläufig bezuschusst werden, den Mitarbeitern aber dennoch bei verschiedenen Fahrsicherheitsthemen mehr Sicherheit vermitteln.

 

Wo findet das Berufsgenossenschaft-Fahrsicherheitstraining des ADAC statt?

Sämtliche praktische und theoretische Übungseinheiten finden auf unserem Trainingsgelände und in den Seminarräumen in Embsen nahe Lüneburg statt – wobei in manchen Fällen auch ein Fahrsicherheitstraining in Bad Oldesloe möglich ist. Auf unseren Trainingsanlagen findet sich ausreichend Platz, um praktische Übungen unter realistischen Bedingungen zu absolvieren und Fahrmanöver auszuprobieren. So können wir beim Nutzfahrzeuge Fahrtraining beispielsweise die Teststrecke fluten und so das Aquaplaning mit Ihren firmeneigenen Bussen oder LKW simulieren.

 

Vom BGHM- bis hin zum BGW-Fahrsicherheitstraining – über Zuschüsse informieren

Wie bereits erwähnt, sollten Sie sich vor Ihrem Fahrsicherheitstraining darüber informieren, ob und in welcher Höhe Sie von Ihrer Berufsgenossenschaft bezuschusst werden. So bezuschusst beispielsweise die BGW Fahrsicherheitstrainings. Gemeinsam mit der Berufsgenossenschaft Holz & Metall haben wir sogar ein spezielles BGHM-Fahrsicherheitstraining entwickelt, welches mit Zuschüssen bis zu 100 Prozent gefördert wird. Seit dem 01.01.2019 gewährt zudem die Verwaltungsberufsgenossenschaft (VBG) für bestimmte Trainings Zuschüsse.

 

Wie genau sehen die Kursinhalte aus?

Grundsätzlich enthalten alle Kurse nützliche Kurven- und Bremsübungen. Abgesehen davon orientieren sich die Trainings ansonsten aber an den unterschiedlichen inhaltlichen Schwerpunkten. Zudem haben alle Kurse dieselben Ziele für Arbeitnehmer:

  • Gefahren rechtzeitig erkennen und vermeiden.
  • Das vorausschauende Handeln im Straßenverkehr fördern.
  • Das Fahrzeug selbst in Gefahrensituationen unter Kontrolle behalten.

Zusätzlich dazu gibt es beispielsweise beim Fahrsicherheitstraining für Kleintransporter berufsbedingt noch Rangierübungen mit verschiedenen Lasten. Auch das Auffrischen der Theorie ist Bestandteil sämtlicher Trainings.